
Fellwechsel: Pflegetipps, Bürsten und Hilfsmittel im Vergleich
Fellwechsel beim Pferd: Pflegetipps, Bürsten und Hilfsmittel im Vergleich
Der Fellwechsel beim Pferd kündigt sich im Herbst meist leise an: Erst steckt etwas mehr Haar im Striegel, dann ist die Kardätsche nach wenigen Strichen voll, und der Putzplatz sieht aus, als hätte jemand ein Kissen ausgeschüttelt. Wann der Herbst-Fellwechsel beginnt, wie lange er dauert und wie Sie Ihr Pferd mit Fütterung, Striegeln und passenden Hilfsmitteln unterstützen, erfahren Sie in diesem Ratgeber. Außerdem vergleichen wir die gängigen Bürsten, damit Sie für jedes Fell das richtige Werkzeug finden.
Vielleicht kennen Sie das: Sie kommen morgens in den Stall, Ihr Pferd steht mit einem Fell da, das gestern noch glatt glänzte und heute stumpf und struppig wirkt. Nach dem Putzen tragen Sie mehr Haare an der Reitkleidung als am Pferd. Das ist der Moment, in dem sich der Fellwechsel bemerkbar macht, und genau dann lohnt sich eine feste Routine.
Fellwechsel beim Pferd einfach erklärt
Der Fellwechsel ist die jahreszeitlich gesteuerte Erneuerung des Haarkleids. Im Herbst wird das kurze Sommerfell schrittweise durch das wärmende Winterfell ersetzt, das aus längeren und dickeren Haaren besteht. Dieser Prozess läuft nicht abrupt ab, sondern über mehrere Wochen, in denen alte und neue Haare gleichzeitig im Fell sitzen.
Ausgelöst wird der Fellwechsel beim Pferd vor allem durch die Tageslänge. Werden die Tage kürzer, verändert sich die Hormonproduktion, und der Körper stellt auf Winterfell um. Die Temperatur spielt eine zusätzliche, aber nachgeordnete Rolle. Deshalb beginnt der Herbst-Fellwechsel bereits im Hochsommer, lange bevor es draußen kalt wird.
Das Winterfell schützt Ihr Pferd auf zwei Wegen: Die dichteren Haare halten Wärme am Körper, und bei Kälte kann das Pferd sie aufstellen. Dadurch wird die Fellschicht dicker und isoliert besser. Genau diese Isolierung sorgt später dafür, dass das Fell nach dem Schwitzen langsamer trocknet.
| Zeitraum | Was im Fell passiert | Was Sie tun können |
|---|---|---|
| Juli bis September | Der Fellwechsel beginnt, das Sommerfell wird matter, erste längere Haare wachsen nach. | Fütterung prüfen, regelmäßig putzen, Haut im Blick behalten. |
| September bis Oktober | Das Sommerfell geht verstärkt aus, das Winterfell wird dichter. | Täglich striegeln und massieren, Training an das dickere Fell anpassen. |
| November bis Dezember | Das Winterfell ist vollständig ausgebildet. | Decken bedarfsgerecht einsetzen, Fell nach Training trocknen lassen. |
Die Tabelle zeigt einen typischen Verlauf. Ihr Pferd kann davon abweichen, ohne dass etwas nicht stimmt. Entscheidend ist, dass der Fellwechsel stetig voranschreitet und das neue Fell gesund aussieht.
Wann ist Fellwechsel beim Pferd? Zeitraum und Dauer im Herbst
Der Herbst-Fellwechsel beginnt bei den meisten Pferden ab Juli und kann sich bis in den September hinziehen. Bis November oder Dezember ist das Winterfell vollständig ausgebildet. In der Regel geht der Fellwechsel im Herbst etwas schneller vonstatten als im Frühjahr.
Warum der Zeitpunkt von Pferd zu Pferd variiert
Wie früh und wie schnell das Fell wechselt, hängt von mehreren Faktoren ab. Alter, Rasse und Haltung spielen eine Rolle: Ponys und robuste Rassen entwickeln häufig besonders dichtes Winterfell, und Pferde im Offenstall erleben die Veränderung der Jahreszeiten direkter als Pferde in der Box. Auch künstliches Licht in Stall oder Halle kann den Zeitplan verschieben, weil es dem Körper eine längere Tageslänge vorgibt.
Wenn Sie also im Oktober plötzlich Büschel am Putzplatz finden, ist das kein Grund zur Sorge. Meist läuft der Fellwechsel schon seit Wochen, und der sichtbare Teil fällt jetzt auf.
Es hilft, den Verlauf im Blick zu behalten. Machen Sie sich alle zwei bis drei Wochen ein Foto von Ihrem Pferd bei gleichem Licht. So erkennen Sie, ob das Fell stetig dichter wird oder ob der Wechsel ins Stocken gerät.

Ist der Fellwechsel für Pferde anstrengend? Das leistet der Stoffwechsel
Ja, der Fellwechsel ist für den Stoffwechsel des Pferdes eine Belastung. Der Körper muss in kurzer Zeit tausende neue Haare bilden und braucht dafür Energie, Eiweiß und Spurenelemente. Viele Pferde wirken in dieser Phase etwas matter, sind weniger belastbar oder reagieren sensibler als sonst.
Dazu kommt ein praktischer Effekt: Ein dichteres Fell lässt Ihr Pferd schneller schwitzen und trocknet deutlich langsamer. Passen Sie Trainingsintensität und Cooldown deshalb an. Nach der Arbeit sollte das Fell trocken sein, bevor das Pferd zurück in die Box oder auf die Weide kommt. Eine Abschwitzdecke unterstützt dabei, die Feuchtigkeit vom Körper wegzuleiten, ohne dass Ihr Pferd auskühlt.
Beobachten Sie in dieser Zeit auch das Gewicht und den Futterzustand. Unter dem dichter werdenden Fell sind Rippen und Rücken schlechter zu erkennen. Tasten Sie Ihr Pferd deshalb regelmäßig ab, statt sich allein auf den Blick zu verlassen.
Ein normaler Fellwechsel verläuft ohne Fieber, Husten oder Appetitverlust. Zeigt Ihr Pferd solche Anzeichen, steckt vermutlich mehr dahinter, und Sie sollten den Tierarzt hinzuziehen.
Fütterung beim Fellwechsel: Nährstoffe für Winterfell und Haut
Mit der Fütterung beim Pferd legen Sie die Grundlage für ein gesundes Winterfell. Während des Fellwechsels benötigt der Körper mehr Nährstoffe, vor allem hochwertiges Protein, Zink, Kupfer, Biotin und ungesättigte Fettsäuren. Haare bestehen überwiegend aus Eiweiß, deshalb wirkt sich eine knappe Versorgung schnell auf Fellqualität und Glanz aus.
Die Basis bleibt dabei immer eine gute Grundration aus Raufutter und frischem Wasser. Zusätze können eine bedarfsgerechte Ration ergänzen, aber nicht ausgleichen, wenn Heu oder Mineralfutter fehlen. Prüfen Sie deshalb zuerst, ob die Grundversorgung stimmt, bevor Sie zusätzliche Produkte einsetzen.
| Nährstoff | Aufgabe im Fellwechsel | Mögliche Quellen |
|---|---|---|
| Hochwertiges Protein | Baustoff für neue Haare (Keratin) | Ausgewogene Futterration, Mineralfutter, Ergänzungsfutter mit Aminosäuren |
| Zink | Unterstützt Haut und Haarwurzeln | Mineralfutter, Ergänzungsfutter |
| Kupfer | Beteiligt an Haarbildung und Fellfarbe | Mineralfutter, Ergänzungsfutter |
| Biotin | Unterstützt Haut, Fell und Hufe | Biotin-Ergänzungsfutter |
| Ungesättigte Fettsäuren | Fördern Hautgesundheit und Fellglanz | Leinsamen, Leinöl |
Zink und Kupfer richtig dosieren
Zink und Kupfer beeinflussen sich in der Futterration gegenseitig. Zu viel Zink kann die Aufnahme von Kupfer hemmen, und umgekehrt. Füttern Sie die beiden Spurenelemente deshalb nicht einzeln und hochdosiert zu, sondern prüfen Sie zuerst die gesamte Ration. Ihr Tierarzt oder ein Futterberater hilft Ihnen, den tatsächlichen Bedarf Ihres Pferdes zu bestimmen. Passende Ergänzungsfuttermittel finden Sie bei uns im Shop, im Ratgeber zur Pferdefütterung lesen Sie mehr zu den Grundlagen.
Leinsamen, Leinöl und Kräuter
Leinsamen und Leinöl liefern ungesättigte Fettsäuren, die Haut und Fell von innen versorgen. Bereiten Sie Leinsamen nach Herstellerangabe zu, zum Beispiel durch Einweichen oder Abkochen, und steigern Sie die Menge von Leinöl langsam. Lagern Sie das Öl kühl und dunkel, damit es nicht ranzig wird.
Auch Kräuter werden im Fellwechsel häufig eingesetzt. Brennnessel und Löwenzahn zählen zu den bekanntesten Kräutern, die über Futtermischungen oder Kräuterergänzungen gefüttert werden. Beachten Sie, dass Kräuter den Stoffwechsel anregen sollen, aber kein Ersatz für eine bedarfsgerechte Grundration sind. Erkundigen Sie sich bei Unterstützung durch Kräuter immer nach der passenden Dosierung, besonders bei Turnierpferden, für die Fütterungsvorschriften gelten.

Pflege im Fellwechsel: Striegeln und Massieren richtig einsetzen
Tägliches Striegeln und Massieren regt die Durchblutung der Haut an und hilft Ihrem Pferd, lose Haare loszuwerden. Je gründlicher Sie das alte Fell entfernen, desto besser kann das neue Haar nachwachsen, und desto weniger bleibt im Fell hängen, das nach dem Training klamm wird.
Schritt für Schritt putzen
Lösen Sie zuerst mit einem Gummistriegel in kreisenden Bewegungen die losen Haare auf den großen Muskelpartien wie Hals, Schulter, Rücken und Kruppe. Streichen Sie danach mit einer Kardätsche in Haarrichtung über das Fell und befreien Sie die Bürste regelmäßig von Haaren. Am Ende glättet eine weichere Bürste das Fell und entfernt den feinen Staub.
Gehen Sie an sensiblen Stellen wie Kopf, Bauch, Beinen und Knochenvorsprüngen behutsam vor. Pferde mit empfindlichen Atemwegen sollten Sie wenn möglich im Freien putzen, da beim Fellwechsel viel Staub und Haar in der Luft hängt.
Achten Sie besonders auf die Sattellage und den Gurtbereich. Lose Haare, die zwischen Fell und Sattelunterlage geraten, können scheuern und die Haut reizen. Putzen Sie diese Stellen vor dem Aufsatteln gründlich und bürsten Sie auch die Satteldecke regelmäßig aus.
Warum die tägliche Routine sich lohnt
Der Putzplatz ist beim Fellwechsel auch ein Kontrollpunkt. Sie sehen, ob die Haut gut durchblutet ist, spüren Verspannungen und bemerken kahle Stellen, Schuppen oder Hautveränderungen früh. Die Zeit, die Sie täglich investieren, zahlt sich in einem glänzenden Winterfell und einem aufmerksamen Blick für Ihr Pferd aus.
Auch Ihr Putzzeug braucht Pflege. Haare und Staub setzen sich in Bürsten und Striegeln fest und werden bei der nächsten Benutzung zurück ins Fell getragen. Reinigen Sie die Werkzeuge deshalb regelmäßig und waschen Sie sie bei Bedarf mit warmem Wasser aus.
Fellwechsel Bürsten im Vergleich: Welche Hilfsmittel eignen sich wofür?
Nicht jede Bürste leistet im Fellwechsel dasselbe. Manche lösen das Haar, andere nehmen es auf, wieder andere sind für empfindliche Stellen gedacht. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die gängigen Hilfsmittel.
| Hilfsmittel | Einsatz im Fellwechsel | Geeignet für | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Gummistriegel | Löst lose Haare und Schmutz im Fell | Dichtes Fell, große Muskelpartien | Kreisende Bewegungen, nicht auf Knochen |
| Kardätsche | Nimmt gelöste Haare auf und glättet das Fell | Alle Pferde | In Haarrichtung führen, regelmäßig ausbürsten |
| Wurzelbürste | Entfernt groben Schmutz und Matsch | Robuste Pferde, Beine und Bauch | Für empfindliche Haut zu hart |
| Massagehandschuh | Sanftes Lösen der Haare, Massage | Sensible Pferde, Kopf und Beine | Für große Flächen etwas zeitaufwendig |
| Schweißmesser (Abziehschaber) | Zieht lockeres Haar und Feuchtigkeit ab | Dichtes, nasses oder verschwitztes Fell | Flach mit dem Haarstrich führen |
| Metallstriegel | Reinigt die Kardätsche von Haaren | Alle Putzboxen | Nicht am Pferd verwenden |
Welche Bürste passt zu welchem Pferd?
Bei einem Pferd mit sehr dichtem Winterfell, etwa einem Isländer oder Haflinger, hilft eine Kombination aus Gummistriegel, Kardätsche und Schweißmesser am besten. Der Striegel löst die Haare, das Schweißmesser zieht sie großflächig ab, und die Kardätsche nimmt den Rest auf. Für Pferde mit dünner Haut, etwa Vollblüter, sind weichere Werkzeuge wie ein Massagehandschuh und eine weiche Kardätsche die bessere Wahl.
Pferde, die viel draußen stehen, bringen oft Schlamm im Fell mit. Hier lohnt sich zusätzlich eine Wurzelbürste für Beine und Bauch, bevor Sie mit Striegel und Kardätsche weiterarbeiten. In unserer Rubrik Putzhilfen finden Sie die passenden Bürsten, und in der Putzbox bleibt Ihr Zubehör sortiert. Für Mähne, Schweif und Fell stehen außerdem Fellpflegeprodukte bereit.
Wenn Kinder und Jugendliche ihr Pferd oder Pflegepony selbst putzen, empfiehlt sich ein kleines Grundset mit Gummistriegel, Kardätsche und Massagehandschuh. Diese Werkzeuge sind leicht zu handhaben und schonen die Haut. Zeigen Sie dem Nachwuchs einmal, wie man mit dem Haarstrich arbeitet, dann gelingt die tägliche Pflege schnell von allein.
Achten Sie beim Kauf auf robuste Verarbeitung und gut in der Hand liegende Griffe. Eine Bürste, die Sie täglich nutzen, sollte auch nach vielen Wochen im Fellwechsel noch ihre Form halten und die Haare sauber aufnehmen.

Warum die tägliche Routine sich lohnt
Der Putzplatz ist beim Fellwechsel auch ein Kontrollpunkt. Sie sehen, ob die Haut gut durchblutet ist, spüren Verspannungen und bemerken kahle Stellen, Schuppen oder Hautveränderungen früh. Die Zeit, die Sie täglich investieren, zahlt sich in einem glänzenden Winterfell und einem aufmerksamen Blick für Ihr Pferd aus.
Auch Ihr Putzzeug braucht Pflege. Haare und Staub setzen sich in Bürsten und Striegeln fest und werden bei der nächsten Benutzung zurück ins Fell getragen. Reinigen Sie die Werkzeuge deshalb regelmäßig und waschen Sie sie bei Bedarf mit warmem Wasser aus.
Fellwechsel Bürsten im Vergleich: Welche Hilfsmittel eignen sich wofür?
Nicht jede Bürste leistet im Fellwechsel dasselbe. Manche lösen das Haar, andere nehmen es auf, wieder andere sind für empfindliche Stellen gedacht. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die gängigen Hilfsmittel.
| Hilfsmittel | Einsatz im Fellwechsel | Geeignet für | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Gummistriegel | Löst lose Haare und Schmutz im Fell | Dichtes Fell, große Muskelpartien | Kreisende Bewegungen, nicht auf Knochen |
| Kardätsche | Nimmt gelöste Haare auf und glättet das Fell | Alle Pferde | In Haarrichtung führen, regelmäßig ausbürsten |
| Wurzelbürste | Entfernt groben Schmutz und Matsch | Robuste Pferde, Beine und Bauch | Für empfindliche Haut zu hart |
| Massagehandschuh | Sanftes Lösen der Haare, Massage | Sensible Pferde, Kopf und Beine | Für große Flächen etwas zeitaufwendig |
| Schweißmesser (Abziehschaber) | Zieht lockeres Haar und Feuchtigkeit ab | Dichtes, nasses oder verschwitztes Fell | Flach mit dem Haarstrich führen |
| Metallstriegel | Reinigt die Kardätsche von Haaren | Alle Putzboxen | Nicht am Pferd verwenden |
Welche Bürste passt zu welchem Pferd?
Bei einem Pferd mit sehr dichtem Winterfell, etwa einem Isländer oder Haflinger, hilft eine Kombination aus Gummistriegel, Kardätsche und Schweißmesser am besten. Der Striegel löst die Haare, das Schweißmesser zieht sie großflächig ab, und die Kardätsche nimmt den Rest auf. Für Pferde mit dünner Haut, etwa Vollblüter, sind weichere Werkzeuge wie ein Massagehandschuh und eine weiche Kardätsche die bessere Wahl.
Pferde, die viel draußen stehen, bringen oft Schlamm im Fell mit. Hier lohnt sich zusätzlich eine Wurzelbürste für Beine und Bauch, bevor Sie mit Striegel und Kardätsche weiterarbeiten. In unserer Rubrik Putzhilfen finden Sie die passenden Bürsten, und in der Putzbox bleibt Ihr Zubehör sortiert. Für Mähne, Schweif und Fell stehen außerdem Fellpflegeprodukte bereit.
Wenn Kinder und Jugendliche ihr Pferd oder Pflegepony selbst putzen, empfiehlt sich ein kleines Grundset mit Gummistriegel, Kardätsche und Massagehandschuh. Diese Werkzeuge sind leicht zu handhaben und schonen die Haut. Zeigen Sie dem Nachwuchs einmal, wie man mit dem Haarstrich arbeitet, dann gelingt die tägliche Pflege schnell von allein.
Achten Sie beim Kauf auf robuste Verarbeitung und gut in der Hand liegende Griffe. Eine Bürste, die Sie täglich nutzen, sollte auch nach vielen Wochen im Fellwechsel noch ihre Form halten und die Haare sauber aufnehmen.
Decken, Training und Fellwechsel im Stallalltag
Mit dem Winterfell verändert sich auch der Alltag am Stall. Ein dichteres Fell isoliert besser, bedeutet aber auch, dass Ihr Pferd nach dem Reiten länger feucht bleibt. Eine Abschwitzdecke, zum Beispiel von Eskadron, hält Ihr Pferd nach der Arbeit warm und lässt das Fell gleichzeitig trocknen.
Eine Winterdecke setzen Sie bedarfsgerecht ein, abhängig von Wetter, Haltung und Pferdetyp. Wind, Nässe und Temperatursturz belasten ein Pferd mehr als stetige Kälte. Einen Überblick über das gesamte Sortiment finden Sie bei den Pferdedecken.
Auch Decken, Gurte und Schabracken sammeln im Fellwechsel viele Haare. Bürsten Sie sie regelmäßig aus und waschen Sie sie nach Pflegehinweis. Saubere Textilien liegen angenehmer auf der Haut und verhindern, dass Haare und Schmutz Druckstellen verursachen.

Probleme beim Fellwechsel: Wann Sie handeln sollten
Ein Fellwechsel verläuft meist unauffällig. Manchmal zeigt Ihr Pferd aber Anzeichen, die Sie ernst nehmen sollten. Eine kurze Notiz im Stallkalender hilft, Veränderungen zu erkennen und dem Tierarzt genaue Angaben zu machen:
- Verzögerter Fellwechsel: Wenn das Fell auch im Winter nicht vollständig wechselt oder sehr lang und gelockt bleibt, besonders bei älteren Pferden, kann eine hormonelle Erkrankung dahinterstecken. Lassen Sie das tierärztlich abklären.
- Stumpfes, brüchiges Fell: Häufig ein Hinweis auf eine unzureichende Versorgung mit Eiweiß, Zink, Kupfer oder Fettsäuren. Prüfen Sie die Ration.
- Juckreiz, Schuppen, kahle Stellen: Mögliche Anzeichen für Hautprobleme, Parasiten oder Allergien. Hier hilft ein Blick auf die Haut und im Zweifel der Tierarzt, unterstützend können Sie Hautpflegeprodukte einsetzen.
- Anhaltende Müdigkeit oder Leistungsabfall: Wenn Ihr Pferd über mehrere Wochen matt wirkt, sollte der Tierarzt Blutwerte und Gesundheitszustand prüfen.
- Infektanfälligkeit: Husten, Nasenausfluss oder Fieber gehören nicht zum normalen Fellwechsel.
Fazit: Fellwechsel beim Pferd mit Routine und passenden Hilfsmitteln begleiten
Der Herbst-Fellwechsel ist ein natürlicher Prozess, den Sie mit wenig Aufwand unterstützen können. Eine bedarfsgerechte Fütterung mit Protein, Zink, Kupfer, Biotin und ungesättigten Fettsäuren versorgt den Stoffwechsel, tägliches Striegeln und Massieren löst das alte Fell, und die passenden Bürsten sparen Zeit und schonen die Haut. Wenn Sie unsicher sind, welche Hilfsmittel zu Ihrem Pferd passen, unterstützt Sie unser Team aus erfahrenen Reitern mit Stallbezug per Live-Chat oder Telefonhotline. In Deutschland liefern wir ab 99 Euro versandkostenfrei.
Zusammengefasst heißt das: Beobachten Sie Ihr Pferd aufmerksam, putzen Sie täglich mit den richtigen Werkzeugen, prüfen Sie die Fütterung und lassen Sie auffällige Veränderungen tierärztlich abklären. Mit dieser Routine kommt Ihr Pferd gut gepflegt und mit einem gesunden Winterfell durch die kalte Jahreszeit.
Häufige Fragen zum Fellwechsel beim Pferd
Wann fängt der Fellwechsel bei Pferden an?
Der Herbst-Fellwechsel beginnt bei Pferden meist ab Juli. Auslöser sind die kürzer werdenden Tage, noch bevor es spürbar kälter wird. Wann genau der Fellwechsel startet, hängt von Rasse, Alter, Haltung und Lichtverhältnissen im Stall ab.
Ist Fellwechsel für Pferde anstrengend?
Der Fellwechsel fordert den Stoffwechsel, weil der Körper viele neue Haare bilden muss. Pferde wirken in dieser Zeit oft matter und sind weniger belastbar. Mit bedarfsgerechter Fütterung, täglicher Fellpflege und angepasstem Training lässt sich die Belastung gut abfedern. Zeigt Ihr Pferd Fieber, Husten oder Appetitlosigkeit, gehört es zum Tierarzt.
In welchen Monaten ist Fellwechsel?
Der Herbst-Fellwechsel läuft ungefähr von Juli bis November oder Dezember, dann ist das Winterfell vollständig ausgebildet. Der Fellwechsel im Frühjahr, bei dem das Winterfell wieder abgelegt wird, dauert in der Regel etwas länger als der im Herbst.
Welche Probleme können bei Pferden durch den Fellwechsel auftreten?
Typische Probleme sind stumpfes oder brüchiges Fell, Juckreiz, Schuppen, kahle Stellen und Müdigkeit. Häufig liegt eine unzureichende Nährstoffversorgung oder eine gereizte Haut zugrunde. Ein sehr langes, gelocktes oder nicht abgehendes Fell, vor allem bei älteren Pferden, sollten Sie tierärztlich untersuchen lassen.
Welche Bürste ist beim Fellwechsel die richtige?
Für den Fellwechsel eignet sich eine Kombination aus Gummistriegel zum Lösen der Haare, Kardätsche zum Aufnehmen und Glätten sowie einem Schweißmesser für dichtes, feuchtes Fell. Empfindliche Pferde profitieren von einem Massagehandschuh und weichen Bürsten, robuste Pferde mit viel Schmutz im Fell von einer zusätzlichen Wurzelbürste.
Quellen
- O'Brien, C., Darcy-Dunne, M. R., Murphy, B. A. (2020): The effects of extended photoperiod and warmth on hair growth in ponies and horses at different times of year. PLOS ONE. journals.plos.org
- Tierheilkundezentrum: Störungen des Fellwechsels bei Pferden. tierheilkundezentrum.de
- The Diagnostic Potential of Equine Hair: A Comparative Review of Hair Analysis for Assessing Nutritional Status, Environmental Poisoning, and Drug Use and Abuse. ker.com (PDF)
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