
Wann sollte ich welche Bürste beim Pferdepflegen einsetzen?
Welche Bürste beim Pferdepflegen wann zum Einsatz kommt, entscheidet über das Ergebnis der gesamten Fellpflege. Wer schon einmal mit einer weichen Kardätsche versucht hat, getrockneten Matsch von den Fesseln zu lösen, kennt das Ergebnis: viel Aufwand, wenig Wirkung. Die richtige Bürste zur richtigen Zeit spart nicht nur Zeit und Kraft, sondern sorgt dafür, dass Ihr Pferd die tägliche Pflege als angenehme Massage erlebt und nicht als unangenehme Prozedur.
In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, welche Pferdebürsten es gibt, worin sie sich unterscheiden und in welcher Reihenfolge Sie sie am besten einsetzen. Dabei greifen wir auf über 20 Jahre Erfahrung im Reitsporthandel zurück, denn bei Albenisa arbeiten selbst leidenschaftliche Reiter, die täglich im Stall stehen und genau wissen, worauf es bei der Fellpflege ankommt.
Warum die Wahl der richtigen Pferdebürste so viel ausmacht
Die Fellpflege beim Pferd ist weit mehr als ein kosmetisches Ritual. Beim Putzen entfernen Sie nicht nur Schmutz, Staub und lose Haare, sondern regen gleichzeitig die Durchblutung der Haut an und verteilen die natürlichen Fettsubstanzen im Fell. Diese körpereigenen Öle sorgen dafür, dass das Fell wasserabweisend bleibt und gesund glänzt. Kommt dabei die falsche Bürste zum Einsatz, kann das Gegenteil passieren: Eine zu harte Bürste an empfindlichen Stellen reizt die Haut, eine zu weiche Bürste an verkrusteten Partien bewegt den Schmutz nur hin und her, statt ihn zu lösen.
Gleichzeitig ist die tägliche Putzroutine eine wertvolle Gelegenheit, Ihr Pferd am ganzen Körper abzutasten. Dabei fallen Ihnen Schwellungen, Verletzungen, Druckstellen oder Hautveränderungen frühzeitig auf. Das funktioniert allerdings nur dann zuverlässig, wenn Sie systematisch vorgehen und für jede Körperpartie das passende Putzwerkzeug verwenden.
Der Striegel: Immer der erste Griff in den Putzkasten
Der Striegel ist das Werkzeug, mit dem jede gründliche Putzroutine beginnt. Seine Aufgabe ist es, groben Schmutz, getrockneten Matsch, lose Haare und festsitzenden Staub aus dem Fell zu lösen. Dabei wird der Striegel in kreisenden Bewegungen über die bemuskelten Körperpartien geführt. Diese Massage lockert nicht nur den Dreck, sondern fördert die Durchblutung und wird von vielen Pferden sichtlich genossen.
Allerdings ist Striegel nicht gleich Striegel. Je nach Material und Form eignet sich jedes Modell für unterschiedliche Einsatzbereiche:

Metallstriegel für hartnäckige Verschmutzungen
Der Metallstriegel besitzt gezahnte Noppen aus Metall und ist die härteste Variante unter den Striegeln. Er eignet sich hervorragend, um dicke Schlammkrusten und groben Dreck von den Flanken, der Schulter und der Hinterhand zu entfernen. Aufgrund seiner Härte darf er ausschließlich an gut bemuskelten Stellen eingesetzt werden. An den Beinen, am Kopf und an knochigen Bereichen wie dem Widerrist hat der Metallstriegel nichts verloren, da er dort die Haut verletzen kann.
Gummistriegel für die tägliche Pflege
Der Gummistriegel (auch Plastikstriegel genannt) ist flexibler und sanfter als sein Pendant aus Metall. Er liegt bequem in der Hand und löst mit kreisenden Bewegungen effektiv Schmutz und lose Haare aus dem Fell. Durch seine weichere Oberfläche eignet er sich auch für etwas empfindlichere Körperstellen. Viele Reiter nutzen den Gummistriegel als ihr Standard-Putzwerkzeug für den täglichen Gebrauch, weil er sich einfach reinigen lässt und vielseitig einsetzbar ist.
Nadelstriegel für empfindliche Bereiche
Der Nadelstriegel verfügt über feine, flexible Nadeln, die auch an empfindlichen Stellen wie Kopf und Beinen angewendet werden können. Er entfernt Schmutz besonders schonend und ist ideal für Pferde mit dünnem Fell oder sensibler Haut. Im Fellwechsel leistet der Nadelstriegel wertvolle Dienste, weil er lose Haare zuverlässig greift, ohne das neue Fell zu beschädigen.
Federstriegel für extreme Verkrustungen
Der Federstriegel, auch als amerikanischer Striegel bekannt, besteht aus einem Kunststoffgriff mit kreisförmig angeordneten, gezahnten Metallringen. Diese Konstruktion macht ihn zum Spezialisten für hartnäckig getrocknete Schlammkrusten und dicke Verschmutzungen. Wie der Metallstriegel sollte auch der Federstriegel nur an gut bemuskelten Körperpartien mit ausreichend Fell verwendet werden.
Die Kardätsche: Feinarbeit für glänzendes Fell
Die Kardätsche ist eine große Bürste mit weichen, dicht stehenden Borsten und einer Handschlaufe auf der Rückseite. Sie kommt immer nach dem Striegeln zum Einsatz und hat die Aufgabe, feinen Staub, kleine Schmutzpartikel und die vom Striegel gelösten Rückstände aus dem Fell auszubürsten. Dabei wird die Kardätsche mit mäßigem Druck in Fellwuchsrichtung über den Pferdekörper geführt.

Im Gegensatz zum Striegel arbeitet die Kardätsche nicht mit kreisenden, sondern mit geraden, streichenden Bewegungen. Nach einigen Strichen klopfen Sie die Kardätsche an einem Striegel aus, um die aufgenommenen Partikel zu entfernen. Diese Technik sorgt dafür, dass die Bürste dauerhaft sauber bleibt und der Schmutz tatsächlich aus dem Fell transportiert wird, statt nur verteilt zu werden.
Die Kopfbürste: Sanfte Pflege für empfindliche Partien
Die Kopfbürste (auch Fohlenbürste genannt) ist eine kleinere, besonders weiche Variante der Kardätsche. Ihre kompakte Größe und die zarten Borsten machen sie ideal für den empfindlichen Pferdekopf, wo Sie zwischen den Augen, unter den Ganaschen und rund um die Ohren putzen müssen.
Viele Pferde reagieren am Kopf besonders sensibel. Eine zu große oder zu harte Bürste kann dazu führen, dass das Pferd den Kopf hochreißt, sich wehrt oder grundsätzlich kopfscheu wird. Mit einer weichen Kopfbürste hingegen können Sie den Bereich sanft und gründlich reinigen. Die gleichmäßigen, ruhigen Bürstbewegungen wirken beruhigend und helfen auch nervösen Pferden, sich zu entspannen. Bei Fohlen ist die Kopfbürste oft die erste Bürste, mit der die jungen Tiere an das Putzen gewöhnt werden.
Die Wurzelbürste: Robust gegen groben Schmutz
Die Wurzelbürste (auch Reisbürste genannt, weil ihre Borsten ursprünglich aus Reisstroh gefertigt wurden) besitzt deutlich längere und festere Borsten als die Kardätsche. Ihre schmalere Form und die harten Borsten machen sie zum idealen Werkzeug für Bereiche, an denen sich grober Schmutz festsetzt, die aber mit einem Striegel nicht bearbeitet werden sollten.
Typische Einsatzgebiete der Wurzelbürste sind die Pferdebeine, wo oft hartnäckiger Schlamm an Fesseln und Röhrbeinen trocknet. Anders als der Striegel ist die Wurzelbürste flexibel genug, um auch über Gelenke und Knochen geführt zu werden, ohne das Pferd zu verletzen. Außerdem kommt sie bei der groben Reinigung von Hufen und bei der Pflege von Mähne und Schweif zum Einsatz.
Mähnen- und Schweifbürste: Pflege für das lange Haar
Für die Pflege von Mähne und Schweif gibt es spezielle Bürsten mit weit auseinander stehenden, flexiblen Zinken oder Borsten. Diese Konstruktion verhindert, dass die Haare beim Kämmen ausgerissen werden. Alternativ verwenden viele Reiter auch Mähnenkämme aus Kunststoff oder Metall.
Ein häufiger Fehler bei der Schweifpflege: Viele greifen zu einer normalen Bürste und fahren von oben nach unten durch den gesamten Schweif. Das Ergebnis sind abgebrochene Haare und ein deutlich ausgedünnter Schweif. Besser ist es, den Schweif zunächst mit den Fingern vorsichtig zu entwirren, einzelne Strähnen zu lösen und dann von den Spitzen her nach oben zu bürsten. Ein Mähnenspray oder Schweifspray erleichtert das Entwirren und reduziert den Haarverlust zusätzlich.
Zusätzliche Putzhilfen, die in keinem Putzkasten fehlen sollten
Neben den klassischen Bürsten gibt es weitere Hilfsmittel, die die Fellpflege sinnvoll ergänzen:
Der Hufkratzer gehört zur absoluten Grundausstattung. Vor und nach jedem Reiten sollten alle vier Hufe ausgeräumt werden, um Steine, Dreck und Mist aus den Strahlfurchen zu entfernen. Viele Hufkratzer sind mit einer kleinen Bürste kombiniert, mit der Sie den Huf nach dem Auskratzen abbürsten können.
Der Putzhandschuh aus Gummi oder Mikrofaser ist ein vielseitiges Werkzeug. Er eignet sich für eine sanfte Massage am ganzen Körper und kann auch an empfindlichen Stellen eingesetzt werden. Gerade für den Einstieg oder für Kinder, die ihr Pony selbst putzen, ist ein Putzhandschuh eine gute Wahl, weil er intuitiv in der Handhabung ist.
Das Schweißmesser (Abschwitzklinge) kommt nach dem Waschen oder bei starkem Schwitzen zum Einsatz. Es streift überschüssiges Wasser oder Schweiß ab und beschleunigt das Trocknen. Das Schweißmesser ist keine Bürste im eigentlichen Sinne, gehört aber in jeden gut ausgestatteten Putzkasten.
Die richtige Reihenfolge beim Putzen: Vom Groben zum Feinen
Eine durchdachte Putzroutine folgt immer dem Prinzip vom groben zum feinen Werkzeug. Damit stellen Sie sicher, dass Sie den Schmutz systematisch lösen und entfernen, statt ihn nur auf dem Fell zu verteilen.
Beginnen Sie auf einer Seite des Pferdes am Hals und arbeiten Sie sich über Schulter, Rücken, Flanke und Hinterhand nach hinten. Dann wechseln Sie die Seite. Die Beine werden zuletzt bearbeitet, da dort ein anderes Bürstenset zum Einsatz kommt als am Rumpf.

Welche Bürsten benötige ich beim Fellwechsel?
Im Frühjahr und Herbst steht der Fellwechsel an, und damit verändert sich auch der Bedarf an Putzwerkzeugen. In dieser Phase verlieren Pferde große Mengen an Unterwolle und altem Deckhaar. Ein gewöhnlicher Gummistriegel stößt dann schnell an seine Grenzen.
Besonders effektiv im Fellwechsel sind der Nadelstriegel und der Federstriegel, die lose Haare zuverlässig aus dem Fell ziehen. Auch spezielle Fellwechselkämme mit feinen Klingen leisten in dieser Zeit gute Dienste, da sie das Unterhaar greifen, ohne das neue Deckhaar zu beschädigen. Ergänzend helfen regelmäßiges Striegeln und der Einsatz einer weichen Kardätsche, das Fell luftig zu halten und die Durchblutung der Haut zu fördern. Dadurch wird das Nachwachsen des neuen Fells unterstützt.
Pferdebürsten richtig reinigen und pflegen
Auch das beste Putzwerkzeug verliert seine Wirkung, wenn es selbst verschmutzt ist. In den Borsten und Noppen von Bürsten und Striegeln sammeln sich mit der Zeit nicht nur Staub und Haare, sondern auch Bakterien, Pilzsporen und Milben. Deshalb gehört die regelmäßige Reinigung des Putzzeugs zur Pferdepflege dazu.
Bürsten und Striegel aus Kunststoff können Sie in einem Stoffbeutel bei 30 Grad in die Waschmaschine geben oder mit Schmierseife und warmem Wasser säubern. Bei Bürsten mit Holzrücken oder Naturborsten ist Vorsicht geboten: Holz quillt bei zu viel Feuchtigkeit auf und kann brechen. Naturborsten sollten nicht mit aggressiven Reinigungsmitteln entfettet werden, da sie sonst ihre staubaufnehmende Wirkung verlieren. Verwenden Sie stattdessen ein mildes Pferdeshampoo und lassen Sie die Bürsten mit den Borsten nach unten zeigend an der Luft trocknen.
Eine gründliche Reinigung empfiehlt sich etwa alle drei Monate. Dazwischen sollten Sie Haare und groben Schmutz nach jeder Benutzung aus den Bürsten entfernen. Ein hygienischer Grundsatz, der oft vergessen wird: Jedes Pferd sollte seinen eigenen Putzkasten haben. Gemeinsam genutztes Putzzeug kann Hautpilze und Parasiten von einem Pferd zum nächsten übertragen.
Putzkasten zusammenstellen: Die Grundausstattung
Gerade Reitanfänger stehen vor der Frage, welche Bürsten sie wirklich brauchen und was optional ist. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen, was in eine solide Grundausstattung gehört und welche Ergänzungen sich je nach Bedarf lohnen:
| Kategorie | Grundausstattung | Sinnvolle Ergänzung |
|---|---|---|
| Striegel | Gummistriegel | Metallstriegel, Nadelstriegel, Fellwechselkamm |
| Bürsten | Kardätsche, Wurzelbürste | Kopfbürste, Glanzbürste (z. B. mit Ziegenhaarborsten) |
| Mähne/Schweif | Mähnenkamm oder Mähnenbürste | Schweifspray, Entwirrungsbürste |
| Hufe | Hufkratzer mit Bürste | Huffett, Hufpflegemittel |
| Sonstiges | Putzkasten oder Putztasche | Putzhandschuh, Schweißmesser, Schwamm |
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Typische Fehler beim Bürsten und wie Sie sie vermeiden
Auch erfahrene Reiter machen beim Putzen manchmal Fehler, die sich leicht vermeiden lassen. Hier sind die häufigsten Stolperfallen:
Zu viel Druck mit dem Striegel. Ein Striegel soll den Schmutz lösen, nicht die Haut massieren wie eine Scheuerbürste. Besonders mit dem Metallstriegel reichen moderate kreisende Bewegungen völlig aus. Zu starker Druck ist für das Pferd unangenehm und kann die Haut reizen.
Striegel an den Beinen einsetzen. Die Beine sind knochig und kaum bemuskelt. Hier gehört kein harter Striegel hin, sondern die Wurzelbürste oder bei empfindlichen Pferden ein Nadelstriegel. Besonders an den Gelenken kann ein harter Striegel Schmerzen verursachen.
Die Kardätsche nicht regelmäßig ausklopfen. Wenn die Borsten voller Staub sind, verteilen Sie den Schmutz nur noch auf dem Fell, statt ihn zu entfernen. Klopfen Sie die Kardätsche nach jeweils drei bis vier Strichen an einem Striegel aus.
Den Schweif von oben nach unten durchkämmen. Ohne vorheriges Entwirren reißen Sie so zahlreiche Haare heraus. Schweifhaare wachsen nur langsam nach, ein ausgedünnter Schweif braucht Monate, um sich zu erholen.
Bürsten für verschiedene Felltypen und Jahreszeiten
Nicht jedes Pferd hat dasselbe Fell, und der Bürstenbedarf verändert sich mit den Jahreszeiten. Ein Pferd mit dichtem Winterfell braucht einen kräftigeren Striegel und eine härtere Wurzelbürste als ein Pferd, das im Sommer geschoren ist und nur kurzes, feines Fell trägt. Robustpferde und Ponys, die ganzjährig im Offenstall leben, setzen häufiger dicke Matschkrusten an als Boxenpferde, was den Einsatz von Metall- oder Federstriegeln öfter nötig macht.
Im Sommer, wenn das Fell kurz und fein ist, reicht oft ein Gummistriegel in Kombination mit einer weichen Kardätsche. Manche Reiter ergänzen eine Glanzbürste mit Ziegenhaarborsten, die dem Sommerfell einen seidigen Schimmer verleiht. Im Winter dagegen muss das Putzset gröber ausfallen, da sich unter dem langen Fell mehr Schmutz sammelt und das Striegeln durch die dicke Unterwolle mehr Kraft erfordert.
Häufige Fragen zum Thema Pferdebürsten und Fellpflege
In welcher Reihenfolge setze ich Bürsten beim Pferd ein?
Die Putzreihenfolge beim Pferd folgt dem Prinzip vom groben zum feinen Werkzeug. Zuerst räumen Sie die Hufe mit dem Hufkratzer aus. Dann lösen Sie mit dem Striegel in kreisenden Bewegungen groben Schmutz und lose Haare an den bemuskelten Körperpartien. Anschließend bürsten Sie mit der Kardätsche in Fellwuchsrichtung den feinen Staub aus. Die Wurzelbürste kommt für die Beine und hartnäckige Verschmutzungen zum Einsatz. Zum Schluss pflegen Sie mit der Kopfbürste den empfindlichen Pferdekopf und entwirren Mähne und Schweif mit einer speziellen Mähnenbürste.
Was ist der Unterschied zwischen Kardätsche und Wurzelbürste?
Die Kardätsche ist eine weiche Pferdebürste mit dicht stehenden, kurzen Borsten und einer Handschlaufe. Sie dient dazu, feinen Staub und kleine Schmutzpartikel aus dem Fell zu entfernen und das Fell zum Glänzen zu bringen. Die Wurzelbürste besitzt dagegen längere, festere Borsten und wird für groben Schmutz eingesetzt, besonders an den Pferdebeinen, an den Fesseln und für Verkrustungen. Während die Kardätsche am gesamten Pferdekörper verwendet werden kann, ist die Wurzelbürste der Spezialist für Stellen, an denen hartnäckiger Dreck sitzt.
Darf ich einen Metallstriegel am Pferdekopf benutzen?
Nein, ein Metallstriegel sollte niemals am Pferdekopf eingesetzt werden. Der Kopf ist eine sehr empfindliche Körperpartie mit wenig Muskulatur und dünner Haut direkt über den Knochen. Harte Metallnoppen können dort Schmerzen verursachen und die Haut verletzen. Für den Pferdekopf verwenden Sie stattdessen eine weiche Kopfbürste oder Fohlenbürste mit besonders zarten Borsten. Diese kleine Bürste passt auch zwischen die Augen und unter die Ganaschen, wo größere Bürsten nicht hinkommen.
Wie oft sollte ich meinen Putzkasten reinigen?
Eine gründliche Reinigung aller Pferdebürsten und Striegel empfiehlt sich etwa alle drei Monate. In den Borsten sammeln sich mit der Zeit Bakterien, Pilzsporen und Milben, die Hautprobleme verursachen können. Bürsten aus Kunststoff können bei 30 Grad gewaschen werden. Bürsten mit Holzrücken und Naturborsten reinigen Sie schonend mit mildem Pferdeshampoo und lassen sie mit den Borsten nach unten trocknen. Nach jeder Benutzung sollten Sie lose Haare und groben Schmutz aus den Bürsten entfernen.
Welche Pferdebürsten brauche ich als Anfänger mindestens?
Für den Einstieg in die Pferdepflege benötigen Sie fünf grundlegende Putzwerkzeuge: einen Gummistriegel zum Lösen von grobem Schmutz und losen Haaren, eine Kardätsche zum Ausbürsten von feinem Staub, eine Wurzelbürste für die Beine und hartnäckige Verschmutzungen, einen Hufkratzer zum Ausräumen der Hufe und einen Mähnenkamm für die Pflege von Mähne und Schweif. Mit dieser Grundausstattung können Sie Ihr Pferd gründlich und schonend pflegen. Ergänzungen wie eine Kopfbürste, ein Nadelstriegel oder ein Fellwechselkamm lohnen sich, sobald Sie Ihre Putzroutine erweitern möchten.
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