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Sonnenbrand beim Pferd: Ursachen, Symptome und der richtige Schutz im Sommer

Sonnenbrand beim Pferd: Ursachen, Symptome und der richtige Schutz im Sommer

Geschätze Lesezeit: 10 Minuten
Allegra Zöllner
18.06.2026

Sonnenbrand beim Pferd: Ursachen, Symptome und der richtige Schutz im Sommer

Sonnenbrand beim Pferd ist kein Randthema für besonders sensible Tiere. Er tritt häufiger auf, als viele Reiter vermuten, und betrifft nicht nur Tiere mit bestimmten Fellfarben. Wer im Sommer täglich mit seinem Tier arbeitet, kennt die Situation: Strahlend blauer Himmel, das Tier steht stundenlang auf der Weide, und am Abend zeigen sich gerötete, schuppige Stellen an Nüstern oder Kruppe. Was harmlos aussieht, kann sich ohne gezielten Schutz zu einer echten Belastung entwickeln.

Dieser Ratgeber erklärt, warum manche Tiere deutlich anfälliger sind als andere, woran Sie Sonnenbrand zuverlässig erkennen und welche Körperstellen besonders betroffen sind.

Pferd mit heller Nase/Nüsternpartie auf sonniger Weide, Sommer

Warum Pferde Sonnenbrand bekommen: Ursachen und Risikofaktoren

Sonnenbrand beim Pferd entsteht, wenn UV-Strahlung ungeschützt auf die Haut trifft und dort Gewebeschäden verursacht. Dabei spielt nicht allein die Intensität der Sonne eine Rolle, sondern vor allem die individuelle Schutzfähigkeit der Pferdehaut. Denn nicht jedes Fell schützt gleich gut vor UV-Belastung.

Entscheidend ist der Pigmentgehalt der Haut. Eine dunkle Pigmentierung absorbiert UV-Strahlung und schützt somit die darunterliegenden Zellen. Helle oder unpigmentierte Haut, die unter dem Fell rosa schimmert, bietet diesen Schutz kaum. Besonders anfällig sind scheckige Tiere, Falben, Cremelli, Perlino und Tiere mit weißen Abzeichen an der Maulpartie oder den Beinen.

Nahaufnahme einer hellen, wenig pigmentierten Pferdehaut oder Nüsternpartie

Doch auch dunkel gefärbte Tiere können betroffen sein, wenn sie an bestimmten Stellen wenig oder kein Fell haben. Die Haut rund um die Nüstern und das Maul sowie am After und an frisch geschorenen Körperstellen ist häufig dünn und wenig pigmentiert, selbst wenn der Rest des Tieres gut gedeckt ist.

Begünstigend wirken außerdem:

  • Langer Weidegang ohne Schattenangebote zur Mittagszeit
  • Kaum vorhandenes oder sehr kurzes Sommerfell
  • Feuchte Haut durch Schwitzen, da UV-Strahlung dann tiefer eindringt
  • Bestimmte Pflanzen auf der Weide, die sogenannte Photosensibilisierung auslösen können (zum Beispiel Johanniskraut oder Buchweizen), sodass die Haut auf Licht überempfindlich reagiert

Die Belastung durch die Sonne variiert im Tagesverlauf erheblich. Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Belastung am stärksten. Wer sein Tier in dieser Zeitspanne dauerhaft auf einer ungeschützten Weide stehen lässt, gefährdet besonders empfindliche Hautpartien.

Sonnenbrand beim Pferd erkennen: Symptome Schritt für Schritt

Die Symptome von Sonnenbrand sind in frühen Stadien leicht zu übersehen, weil sich vieles im Haarkleid verbirgt. Wer gezielt schaut, erkennt die typischen Zeichen dennoch recht schnell.

Frühe Anzeichen: Rötung, Wärme und Schwellung der Haut

Das erste sichtbare Zeichen ist eine Rötung der betroffenen Hautpartien. Besonders gut sichtbar ist sie an den Nüstern, am Maul und an hellen Beinen direkt über dem Huf. Die Haut wirkt rosig bis tiefrot, fühlt sich warm an und kann leicht geschwollen sein. Das Tier reagiert in diesem Stadium oft mit Unruhe, wenn man die Stelle berührt.

Fortgeschrittene Veränderungen: Schuppung, Krusten, offene Stellen

Hält starke Sonneneinstrahlung an, beginnt die Haut zu schuppen. Es bilden sich Krusten, die Oberfläche trocknet aus und reißt in kleinen Rissen auf. In schweren Fällen wird die Haut offen, nässt und löst sich an der Oberfläche ab, was eine sofortige tierärztliche Beurteilung erfordert. Das Tier schüttelt häufig den Kopf, reibt sich an Zaunpfosten oder Stalltüren, und zieht sich von exponierten Stellen zurück.

Besonders ernst zu nehmen sind Stellen, die nicht abheilen, starke Schwellungen oder Eiterbildung. In diesen Fällen sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden, um eine Infektion auszuschließen und zu prüfen, ob eine Photosensibilisierung, also eine verstärkte Lichtempfindlichkeit durch Pflanzen oder Medikamente, vorliegt.

Gerötete und schuppige Nüsternpartie eines Pferdes als Symptom von Sonnenbrand

Wo tritt Sonnenbrand am häufigsten auf?

Die Körperstellen, an denen Sonnenbrand zuerst und am stärksten auftritt, folgen einem klaren Muster: Sie sind dünn behaart, wenig pigmentiert und direkt der Sonne ausgesetzt.

Häufig betroffene Körperstellen und deren Merkmale
KörperstelleWarum besonders gefährdetTypische Symptome
Nüstern und NaseDünne Haut, häufig wenig pigmentiert, permanent sonnenzugewandtRötung, Schuppung, Krusten
Maul- und LippenbereichRosa Hautpartien bei hellen Tieren, kaum FellschutzRisse, Schuppung, Empfindlichkeit beim Anlegen des Zaums
Weiße Beinabzeichen (Fesselbereich)Unpigmentierte Haut, oft dünn behaart; Bodenreflexion verstärkt BelastungRötung, in schweren Fällen nässende Stellen
Rücken und KruppeGroße Fläche im Zenit der Sonne; bei geschorenen Tieren besonders wenig SchutzFlächige Rötung, Schuppung unterhalb des Haarkleids
Afterbereich und UnterbauchKaum Pigmentierung, dünne BehaarungRötung, Krusten, Reiben und Scheuern

Die Nase ist bei weitem die häufigste Problemzone. Hier treffen dünne Haut, geringe Pigmentierung und direkte Exposition zusammen. Wer ein Tier mit heller Nüsternpartie hält, sollte diese Stelle täglich im Blick behalten, sobald die Temperaturen steigen.

Wie gefährlich ist Sonnenbrand für Pferde wirklich?

Kurzfristiger, leichter Sonnenbrand ist schmerzhaft und unangenehm, aber in der Regel gut behandelbar. Das eigentliche Risiko entsteht bei wiederholter, ungeschützter UV-Belastung über mehrere Saisons.

Chronisch lichtgeschädigte, unpigmentierte Hautstellen können auf Dauer zu Hautkrebs führen, insbesondere zu Plattenepithelkarzinom. Diese Erkrankung entwickelt sich langsam und betrifft vor allem Nüstern, Augenlider und Schleimhäute. Konsequente Prävention über Jahre hinweg macht daher den entscheidenden Unterschied.

Hinzu kommt die Gefahr einer Photosensibilisierung: Wenn Tiere bestimmte Pflanzen fressen, die photosensibilisierende Substanzen enthalten, reagiert die Haut auf Licht überempfindlich. Typisch sind dann flächige, nässende Veränderungen nicht nur an klassischen Sonnenbrandstellen, sondern an allen unpigmentierten Arealen. Dieser Zustand erfordert tierärztliche Abklärung und rasches Handeln.

Sonnenbrand verhindern: Schutzmaßnahmen, die im Alltag funktionieren

Wirksame Maßnahmen zu organisieren ist weniger kompliziert, als es auf den ersten Blick scheint. Es geht vor allem darum, die richtigen Schritte konsequent umzusetzen, angepasst an den Stallalltag und das individuelle Tier. Starke Sonneneinstrahlung ist dabei nicht nur im Hochsommer ein Thema, sondern überall dort, wo Tiere mehrere Stunden ohne Schatten draußen stehen.

Schatten und Weidemanagement als erste Schutzlinie

Die einfachste und tierfreundlichste Maßnahme: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Tier jederzeit Zugang zu Schatten hat. Bäume, Unterstände oder geschlossene Stallabteile sind in den Mittagsstunden die erste Schutzlinie. Wer die Möglichkeit hat, sollte besonders lichtempfindliche Tiere in den intensivsten Stunden vom Weidegang nehmen und erst gegen Abend wieder auf die Fläche lassen.

Sonnencreme für empfindliche Stellen

Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist eine bewährte Maßnahme für besonders sensible Stellen wie Nüstern und Maulpartie. Für Tiere geeignete Produkte sollten ohne Duftstoffe und Alkohol formuliert sein, da die Pferdehaut und -schleimhäute empfindlich reagieren können.

Der entscheidende Nachteil im Alltag: Der Schutzfilm muss regelmäßig erneuert werden. Schwitzen, Wälzen, Grasen und Regen tragen ihn schnell ab. Wer morgens eincremt und das Tier dann stundenlang auf der Weide lässt, darf sich nicht darauf verlassen, dass der Schutz den ganzen Tag hält.

Fliegenmasken mit UV-Schutz und Nüsternschutz

Für viele Pferdehalter sind Fliegenmasken mit integriertem UV-Schutz die praktischere Dauerlösung. Sie schützen Augen und Nüsternbereich gleichzeitig, bleiben auch bei Bewegung und Weidegang zuverlässig sitzen, und müssen nicht mehrfach täglich erneuert werden. Bei albenisa.de finden Sie Fliegenhauben und Fliegenmasken, die speziell für den Sommereinsatz konzipiert sind.

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Der Ideale Schutz vor lästigen Insekten. Mit UV-Schutz. Optimale Passform durch Elastikeinsätze und Klettverschluss. Mit Öffnung für den Schopf.

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Fliegenmaske PUCK mit Nasenfransen
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Optimaler Schutz vor störenden Fliegen. Ein langer Reißverschluss ermöglicht ein einfaches An- und Ausziehen. Das elastische Material sorgt für einen guten Sitz der Fliegenmaske und lässt Fliegen keine Chance. Sie bietet zudem viel Freiraum für die Augen. Der integrierte Nüsternschutz in Form von fixierten Fransen gewährleistet auch im Nasenbereich einen zuverlässigen Schutz. Die locker fallenden Fransen überzeugen durch ihre hohe Akzeptanz bei den Pferden, weshalb sie besonders gut geeignet sind für Pferde, die aus verschiedenen Gründen kein Nasennetz vor den Nüstern tragen möchten, aber dennoch nicht auf einen Nüsternschutz verzichten sollten.

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Fliegenmaske PUCK mit Nasenschutz
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Optimaler Schutz vor störenden Fliegen. Ein langer Reißverschluss sorgt für ein müheloses An- und Ausziehen. Das elastische Material passt sich gut an und lässt Fliegen keine Möglichkeit, durchzukommen. Zudem bietet die Maske viel Freiraum für die Augen. Sie ist mit einem fest integrierten, großzügigen Nüsternschutz aus feinem, formbarem Netzgewebe ausgestattet.

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Wichtig bei der Auswahl: Die Maske muss gut sitzen, ohne zu reiben oder zu drücken. Scheuerstellen durch schlechte Passform können die Haut zusätzlich reizen. Achten Sie auf verstellbare Verschlüsse, ausreichend Abstand zu den Augen und ein atmungsaktives Netz, das Luftzirkulation erlaubt.

Fliegendecken mit UV-Schutz für Körper und Flanken

Tiere, die zu Sonnenbrand am Körper neigen — insbesondere geschorene oder hellhäutige — profitieren von leichten Fliegendecken mit UV-Schutzfaktor. Diese Sommerdecken bestehen aus engmaschigem, atmungsaktivem Gewebe, das Lichtstrahlen filtert, ohne das Tier zu überhitzen. Achten Sie auf einen UPF-Wert (Ultraviolet Protection Factor) von mindestens 40, damit der Schutz tatsächlich wirksam ist. Im Sortiment von albenisa.de finden Sie neben Fliegendecken auch Fliegenhauben und Fliegenfransen für den Kopfbereich, sodass Sie Ihrem Tier einen durchdachten Rundum-Schutz zusammenstellen können.

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Fliegendecke FLY CONTROL mit Halsteil
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Diese hochwertige Fliegendecke FlyControl mit Halsteil verbindet Leichtigkeit, Atmungsaktivität und optimalen Schutz für das Pferd. Das glänzende Material sorgt für ein angenehmes Tragegefühl auf Weide und Paddock, ohne dass das Pferd ins Schwitzen kommt, da es das Sonnenlicht reflektiert. Gleichzeitig bietet die Decke zuverlässigen UV-Schutz, damit das Pferd auch an sonnigen Tagen geschützt ist. Das abnehmbare Halsteil, die Beinschüre, die praktischen Kreuzgurte und der großzügige Schweiflatz garantieren sicheren Sitz und maximale Bewegungsfreiheit. Der weich gepolsterte Brustbereich und der T-Frontverschluss erleichtern das An- und Ausziehen.- Leichtes, robustes Material für angenehmen Tragekomfort- Atmungsaktiv, temperaturregulierend - UV-Schutz- Sicherer Halt durch Halsteil, Kreuzgurte, Beinschnüre und Schweiflatz- Weich gepolsterte Brust für zusätzlichen Komfort- Pflegeleicht (maschinenwaschbar bei 30 °C)Material: 100 % Polyester

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Fliegendecke KLLando Sommer 2026
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Diese Decke aus strapazierfähigem, leichtem Mesh-Gewebe mit „Tanatex Insect Proof Technology“ bietet lang anhaltenden Schutz vor stechenden Insekten, sodass das Pferd konzentriert, entspannt und ungestört bleiben kann. Bei der Entwicklung wurde besonders auf große Bewegungsfreiheit geachtet. So hat die Decke einen sicheren und dennoch flexiblen Sitz, was sie zu einem unverzichtbaren Begleiter für warmes Wetter macht. Hier treffen Innovation, Leistung und Luxus zusammen. Behandlung mit „Tanatex Insect Proof“: Modernste Technologie für hervorragenden Schutz vor Insekten. Abnehmbares Halsstück mit Halfteröse: Bleibt – auch beim Grasen – sicher an seinem Platz. Breite Bauchklappe: Deckt den Unterbauch mit drei geraden Riemen und Klettverschluss ab und sorgt dabei für eine gute Passform. Weiches Futter an Mähne und Schultern: Verhindert Scheuern, was den Komfort erhöht. Übergroße Schweifklappe: Sorgt für eine maximale Abdeckung und hält Insekten fern. Falten und Schlitze an den Schultern: Entwickelt für uneingeschränkte Bewegungsfreiheit ohne Kompromisse bei der Passform. UV-Schutz Material: 100% Polyester

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Fliegendecke ZEBRA mit Kreuzgurten
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Ekzemerdecke BASIC
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Leichte Fliegendecke mit süßem All-Over-Print, mit doppeltem Frontverschluss, Kreuzgurten mit Elastik und Schweifkordel. Passend zu allen Artikeln der Waldhausen Lucky Serie.Material: 100% Polyester

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Sonnenbrand behandeln: Erste Hilfe und Nachsorge

Wenn sich Sonnenbrand bereits gezeigt hat, kommt es darauf an, das Tier schnell aus der direkten Sonne zu holen und die betroffene Haut zu beruhigen.

Sofortmaßnahmen bei Sonnenbrand

Bringen Sie das Tier in den Stall oder in den Schatten und kühlen Sie die betroffenen Stellen vorsichtig mit klarem, kühlem Wasser ab. Reiben oder Schrubben ist zu vermeiden. Tupfen Sie die Haut sanft trocken und tragen Sie anschließend eine pflegende, rückfettende Salbe auf. Geeignet sind Produkte auf Panthenol- oder Aloe-vera-Basis, die kühlen, feuchtigkeitsspendend wirken und die Hauterholung unterstützen.

Meiden Sie ätherische Öle, Alkohol und stark parfümierte Pflegeprodukte, da diese auf gereizter Haut zusätzliche Irritationen auslösen können.

Wann zum Tierarzt?

Bei leichtem Sonnenbrand genügt in der Regel eine konsequente Erstversorgung und konsequenter Schutz in den Folgetagen. Ein Tierarzt sollte hinzugezogen werden, wenn:

  • Die Stellen stark nässen oder sich Eiter bildet
  • Die Schwellung zunimmt statt abzuklingen
  • Das Tier Fieber zeigt oder das Allgemeinbefinden leidet
  • Trotz Schutz innerhalb weniger Tage keine Besserung eintritt
  • Großflächige Areale betroffen sind, was auf eine Photosensibilisierung hindeuten kann

In diesen Fällen kann eine medikamentöse Behandlung notwendig sein, und die Ursache der übersteigerten Lichtempfindlichkeit muss geklärt werden.

Schutzmaßnahmen im Überblick

Schutzmaßnahmen für Pferde: Vergleich nach Einsatzbereich
SchutzmaßnahmeGeeignet fürVorteileEinschränkungen
Schatten / WeidemanagementAlle TiereKostenfrei, tierfreundlich, wirksamAbhängig von Weidesituation und Infrastruktur
Sonnencreme (LSF 30–50+)Nüstern, MaulpartieDirekte Anwendung auf ProblemzonenMuss mehrmals täglich erneuert werden
Fliegenmaske mit UV-SchutzTiere mit empfindlichem KopfbereichDauerhaft und verlässlich; schützt Augen und Nüsternbereich gleichzeitigMuss gut sitzen; regelmäßige Kontrolle notwendig
Fliegendecke mit UPFHelles Fell, geschorene TiereSchützt großflächig; kombinierter InsektenschutzTemperaturmanagement beachten

Sonnenschutz beim Reiten: Auch der Reiter ist gefragt

Nicht nur auf der Weide, auch beim Reiten ist Sonnenschutz ein Thema. Wer in der Mittagshitze reitet, setzt sein Tier und sich selbst intensiver Exposition aus. Für Reiter gelten dabei ähnliche Grundregeln: UV-Schutzkleidung, leichte, atmungsaktive Reitshirts, ein gut sitzender Helm, der Stirn und Gesicht beschattet, und geeignete Sonnencreme gehören zum Sommerprogramm. Schwitzen öffnet die Poren und erhöht die Empfindlichkeit, das gilt für Tier und Reiter gleichermaßen. Sicherheit beim Reiten beginnt also bereits mit der Auswahl der richtigen Ausrüstung für die Sommersaison.

Nährstoffversorgung und innere Faktoren: Was die Haut stärkt

Schutz vor UV-Strahlung ist nicht ausschließlich eine Frage der äußerlichen Anwendung. Eine ausgewogene Versorgung mit Vitamin E, Beta-Carotin und Omega-3-Fettsäuren unterstützt die Hautbarriere und kann die Regenerationsfähigkeit nach UV-Schäden verbessern. Eine entsprechende Fütterung ist daher ein sinnvoller, ergänzender Baustein in der Sommerversorgung.

Tiere mit bekannter Lichtempfindlichkeit sollten außerdem auf Weiden ohne photosensibilisierende Pflanzen stehen. Johanniskraut (Hypericum perforatum), Buchweizen und bestimmte Kleesorten können bei Verzehr die UV-Empfindlichkeit der Haut erheblich steigern. Wenn solche Pflanzen auf der Weidefläche vorhanden sind, empfiehlt sich eine botanische Prüfung.

Häufige Fragen zu Sonnenbrand beim Pferd

Was hilft bei Sonnenbrand beim Pferd?

Bei Sonnenbrand sollten Sie das Tier zunächst in den Schatten oder Stall bringen und die betroffene Haut mit kühlem Wasser abkühlen. Anschließend helfen rückfettende, beruhigende Pflegepräparate auf Panthenol- oder Aloe-vera-Basis. Meiden Sie Produkte mit Duftstoffen oder Alkohol auf gereizter Haut. Bei nässenden Stellen, starker Schwellung oder ausbleibendem Rückgang der Symptome sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Wie sieht Sonnenbrand beim Pferd aus?

Sonnenbrand beim Pferd zeigt sich zunächst als Rötung und Wärme an dünn behaarten, wenig pigmentierten Stellen — häufig an Nüstern, Maulpartie oder weißen Abzeichen. Im weiteren Verlauf schuppt die Haut, bildet Krusten und kann aufweichen oder nässen. Das Tier zeigt häufig Unruhe, reibt die betroffenen Stellen und meidet Sonnenstellen, wenn es die Möglichkeit hat.

Wo tritt Sonnenbrand beim Pferd am häufigsten auf?

Die häufigsten Stellen sind die Nüstern und der Nasenrücken, die Maulpartie, weiße Beinabzeichen im Fesselbereich sowie der Körper bei geschorenen oder hellhäutigen Tieren. Auch der Afterbereich und der Unterbauch sind gefährdet, da die Haut dort oft unpigmentiert und dünn ist.

Wie gefährlich sind die Sonnenstrahlen für Pferde?

Einzelne Sonnenbrandepisoden sind für Tiere schmerzhaft, in der Regel aber gut behandelbar. Das eigentliche Risiko liegt in der chronischen, wiederholten UV-Belastung über mehrere Jahre, die das Entstehen von Plattenepithelkarzinom an lichtexponierten Hautstellen begünstigt. Konsequenter UV-Schutz ist daher nicht nur für den aktuellen Sommer relevant, sondern eine langfristige Frage der Tiergesundheit.

Wie lässt sich Sonnenbrand beim Pferd vorbeugen?

Durch eine Kombination aus Weidemanagement, Sonnencreme für exponierte Stellen wie die Nüsternpartie sowie UV-Schutzausrüstung wie Fliegenmasken und Fliegendecken mit hohem Lichtschutzfaktor lässt sich Sonnenbrand wirksam vorbeugen. Besonders wichtig ist dabei, die stärkste UV-Belastung zwischen 11 und 15 Uhr durch Schattenzugang oder Stallaufenthalt zu entschärfen. Wer die Versorgung mit Vitamin E und Beta-Carotin im Blick hat, unterstützt die Widerstandsfähigkeit der Haut zusätzlich von innen.

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