
Bremsen beim Pferd – Schutz, Erkennung & effektive Bekämpfung
Was hilft gegen Bremsen, wenn das Pferd auf der Weide kaum noch zur Ruhe kommt? Wer Pferde hält, kennt das Bild aus den Sommermonaten: Das Tier stampft, schlägt mit dem Schweif, dreht sich auf der Stelle und findet einfach keine Ruhe. Hinter diesem Verhalten steckt häufig eine der lästigsten und gleichzeitig unterschätztesten Bedrohungen der warmen Jahreszeit: die Bremse. Im Unterschied zu Mücken ist die Pferdebremse keine harmlose Begleiterscheinung, die nach einem kurzen Stich wieder verschwindet. Um an Blut zu gelangen, schlitzt sie die Haut ihres Wirts mit kräftigen Mundwerkzeugen regelrecht auf. Dabei verursacht sie einen Schmerz, den das Pferd deutlich wahrnimmt.
Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie Bremsenbefall frühzeitig erkennen, welche Folgen ein Biss haben kann und welche Schutzmaßnahmen wirklich helfen: von der passenden Fliegendecke bis zur gezielten Anpassung der Weidezeiten.
Was sind Bremsen? – Grundwissen für Pferdebesitzer
Bremsen (Familie Tabanidae) sind blutsaugende Insekten aus der Ordnung der Zweiflügler, weltweit in rund 4.000 Arten verbreitet. In Mitteleuropa kommen etwa 70 Arten vor, darunter die für Pferde besonders relevante Pferdebremse (Tabanus sudeticus). Nur die Weibchen stechen, denn sie benötigen Blut als Proteinquelle für die Reifung ihrer Eier. Männchen ernähren sich ausschließlich von Nektar und Pflanzensäften.
Das Entscheidende beim Bremsenstich: Bremsen führen keinen feinen Saugrüssel in die Haut ein wie Mücken. Sie besitzen schereartige, kräftige Mundwerkzeuge, mit denen sie die Haut aufschlitzen und das austretende Blut auflecken. Ein Bremsenstich ist daher schmerzhafter, die Wunde ist größer und anfälliger für Infektionen durch Bakterien als ein Mückenstich.
Aussehen und wichtige Arten der Pferdebremse
Bremsen sind kräftig gebaute Fliegen mit einer Körperlänge zwischen 1,2 und 3,5 Zentimetern. Ihre großen Facettenaugen schimmern oft metallisch-grün oder bläulich. Für Pferdebesitzer relevant sind vor allem drei Arten:
Pferdebremse (Tabanus sudeticus): Eine der größten Arten Mitteleuropas. Dunkelbraun, bis zu 2,5 cm, besonders aggressiv. Sie kann das EIA-Virus übertragen.
Regenbremse (Haematopota pluvialis): Kleiner, graubraun gemustert. Sticht bevorzugt bei bedecktem Himmel oder vor einem Gewitter, daher der Name.
Goldauge (Chrysops spp.): Erkennbar an auffälligen goldgelben Augen. Tritt häufig in Waldnähe und an Gewässerufern auf.
Wann und wo treten Bremsen auf? – Saison, Hotspots und Bedingungen
Die Bremsensaison beginnt in Deutschland ab Ende Mai und reicht bis in den September, mit einem klaren Höhepunkt in Juli und August. Bremsen sind wärme- und lichtabhängig: Sie sind an heißen, windstillen Tagen zwischen 10 und 17 Uhr am aktivsten. Eine Ausnahme bildet die Regenbremse, da sie auch bei bedecktem Himmel und hoher Luftfeuchtigkeit fliegt. Starker Wind reduziert den Flug aller Bremsen deutlich.
Geografisch bevorzugen Bremsen feuchte Gebiete, da ihre Larven sich in nassen Böden, Teichrändern, Feuchtwiesen und Waldrandstreifen entwickeln. Für Pferdebesitzer bedeutet das: Weiden in Wassernähe oder mit moorigem Untergrund sind Hotspots, an denen der Bremsendruck erheblich stärker ausfällt als auf trockenen Hochlagen.
Warum sind Pferde besonders häufig betroffen?
Pferde sind aus mehreren Gründen bevorzugte Ziele. Ihr großer, dunkler Körper strahlt Wärme ab und ist über weite Distanzen gut sichtbar. Dazu kommt die erhöhte CO₂-Produktion beim Atmen sowie tierische Hautausdünstungen, die Bremsen als Orientierung nutzen. Die empfindlichsten Stellen (Bauch, Unterbeine, Halsunterseite und Augenpartie) sind bei Pferden kaum durch dichtes Fell geschützt. Auf offenen Weideflächen fehlen zudem natürliche Rückzugsmöglichkeiten in dichte Vegetation.
Bremsenbefall beim Pferd erkennen – Verhaltens- und Körperzeichen
Das Pferd zeigt Bremsendruck oft durch sein Verhalten, bevor man die Insekten direkt beobachtet. Wer diese Signale kennt, kann früh und gezielt eingreifen.
Verhaltensänderungen – So reagiert Ihr Pferd auf Bremsen
Typische Verhaltenszeichen bei starkem Bremsendruck auf der Weide:
Unruhiges Herumstehen, Stampfen und Scharren ohne erkennbaren äußeren Grund
Intensives Schlagen mit dem Schweif, auch wenn keine Bremse sichtbar ist
Kopfschütteln und Reiben an Zaunpfählen oder Stallwänden
Schreckhaftigkeit beim Reiten oder Longieren bis hin zu plötzlichem Durchgehen
Gruppenbildung auf der Weide: Pferde stellen sich gegenseitig Kopf an Schweif, um sich gegenseitig zu wedeln
Ablehnung bestimmter Weidebereiche und frühzeitiges Drängen Richtung Stall
Wenn ein sonst ruhiges Pferd plötzlich rastlos wird, sollten Sie zuerst an Bremsendruck denken – noch bevor Sie Ausrüstungs- oder Gesundheitsprobleme in Betracht ziehen.
Äußerliche Zeichen: Bremsenbiss, Schwellung und Hautreizung
Ein Bremsenstich hinterlässt sichtbare Spuren an der betroffenen Stelle. Das aufgeschlitzte Wundmal blutet leicht, die Umgebung rötet sich innerhalb weniger Minuten, und eine Schwellung bildet sich aus. Bei empfindlichen Pferden kann die Schwellung mehrere Zentimeter im Durchmesser erreichen. Das Pferd reagiert auf Berührung in diesem Bereich mit Zucken oder Ausweichen. Häufig befallene Körperstellen sind Bauch und Flanken, Halsunterseite, Schläfen und Augenumgebung sowie die Unterschenkel unmittelbar oberhalb der Hufe.
Wie gefährlich sind Pferdebremsen? – Krankheiten, Stress und Leistungseinbußen
Die Gefahr, die von Bremsen ausgeht, reicht weit über den schmerzhaften Stich hinaus. Bremsen sind Überträger von Krankheitserregern: Sie geben die Erreger nicht biologisch weiter, sondern verschleppen sie von Tier zu Tier, indem sie innerhalb kurzer Zeit mehrere Pferde stechen. Dies ist vergleichbar mit einer kontaminierten Injektionsnadel, die mehrfach benutzt wird.
Übertragbare Erkrankungen und Risiken für die Gesundheit im Überblick
Erkrankung / Erreger | Übertragungsweg | Betroffene Tiere | Risiko für Deutschland |
|---|---|---|---|
EIA – Equine Infektiöse Anämie | durch Pferdebremse | Pferde, Esel, Maulesel | Selten, aber meldepflichtig und unheilbar |
Surra (Trypanosoma evansi) | durch Bremsenstich | Pferde, Kamele, Hunde | In Mitteleuropa sehr selten |
Anthrax (Milzbrand) | über kontaminierte Wunde | Pferde, Rinder | Sehr selten, vereinzelte Fälle bekannt |
Bakterielle Wundinfektionen | Direkt über die aufgeschlitzte Wunde | Alle Weidetiere | Häufig bei starkem Befall und mangelnder Wundpflege |
Die Equine Infektiöse Anämie (EIA) ist in Deutschland meldepflichtig und kann bei Ausbruch zur behördlich angeordneten Tötung betroffener Tiere führen. Das statistische Risiko in Deutschland ist gering, doch es verdeutlicht, warum ein konsequenter Bremsenschutz auf Weiden mit hoher Tierdichte keine Überreaktion ist, sondern verantwortungsvolles Tiermanagement.
Dauerstress: Leistungseinbußen und Verhaltensprobleme durch Insektendruck
Selbst ohne Krankheitsübertragung richtet starker Bremsenbefall erheblichen Schaden an. Pferde unter konstantem Insektendruck nehmen weniger Futter auf, schwitzen stärker durch die permanente Anspannung und regenerieren schlechter. Der dauerhaft erhöhte Cortisolspiegel (das Stresshormon) beeinträchtigt langfristig Immunsystem, Muskelentwicklung und Lernbereitschaft. Viele Reiter erleben das als unerklärliche Leistungsabfälle oder erhöhte Schreckhaftigkeit ihres Pferdes, ohne den Zusammenhang zu Bremsen herzustellen.
Bremsen beim Pferd bekämpfen – Methoden im Vergleich
Es gibt keine einzige Maßnahme, die Bremsen vollständig fernhält. Wirkungsvoller Schutz entsteht durch die Kombination mehrerer Strategien. Die folgenden Methoden haben sich in der Praxis bewährt.
Bremsenspray und Repellents: Wirkung realistisch einschätzen
Repellents auf Basis ätherischer Öle (Lavendel, Pfefferminze, Citronella, Zitroneneukalyptus) oder synthetischer Wirkstoffe wie Icaridin und DEET können die Attraktivität des Pferdes für Bremsen kurzfristig senken. Die Wirkung ist jedoch deutlich schwächer als bei Mücken, da Bremsen stärker auf Wärme und CO₂ als auf Geruchssignale reagieren. Ein Repellent verändert diese Schlüsselfaktoren kaum. Als ergänzende Maßnahme für unbedeckte Körperstellen sind Sprays dennoch sinnvoll.
Praktische Hinweise für den Einsatz von Bremsenspray:
Vor Weidegang oder Ausritt auftragen, besonders an Bauch, Unterhals, Beinen und Augenumgebung
Bei Hitze und Schwitzen alle zwei bis drei Stunden nachauftragen
Nur Produkte verwenden, die ausdrücklich für Pferde zugelassen sind
Kombination mit physischen Schutzmaßnahmen erhöht die Gesamtwirkung deutlich
Bremsenfallen richtig einsetzen – und ihre Grenzen kennen
Bremsenfallen arbeiten nach dem Prinzip der optischen und thermischen Attraktion: Ein dunkler, sich in der Sonne aufheizender Ball imitiert die Wärme eines Tierkörpers. Bremsen landen darauf und fliegen, da sie keine Blutquelle finden, nach oben in eine Fangkammer aus Netz.
Beim Einsatz von Bremsenfallen ist jedoch Vorsicht geboten. Untersuchungen belegen, dass Bremsenfallen nicht selektiv wirken: In einer Studie wurden unter fast 55.000 gefangenen Insekten weniger als 4 Prozent als Bremsen identifiziert. Der weitaus größere Teil des Beifangs bestand aus anderen Insekten, darunter gesetzlich geschützte Arten wie Wildbienen und bestimmte Käfer. In mehreren Bundesländern ist der Einsatz daher reglementiert oder genehmigungspflichtig, besonders in der Nähe von Schutzgebieten oder FFH-Flächen.
Falls Sie eine Bremsenfalle einsetzen: Platzieren Sie sie in sonnenexponierten, offenen Bereichen, nicht inmitten von Blühflächen oder artenreichen Saumbiotopen.

Natürliche Methoden zur Bremsenabwehr
Natürliche Fressfeinde der Bremse sind Libellen, Schwalben, Fledermäuse und verschiedene Vogelarten. Wer Nisthilfen für Schwalben aufhängt oder Fledermauskästen installiert, fördert über mehrere Saisons eine natürliche Regulierung der Bremsen-Population rund um den Stall. Ergänzend können Kräuterpflanzen wie Lavendel und Minze im Stallbereich oder entlang des Weidezauns gepflanzt werden. Ihre Wirkung als Abschreckung allein ist begrenzt, als Teil einer Gesamtstrategie aber ökologisch unbedenklich und langfristig sinnvoll.
Pferd vor Bremsen schützen – Vorbeugung mit System
Vorbeugung ist beim Bremsenschutz effektiver als jede nachträgliche Behandlung. Die konsequente Nutzung physischer Schutzausrüstung ist dabei der Faktor mit dem größten messbaren Einfluss auf den Alltag Ihres Pferdes.
Schutzausrüstung: Fliegendecken, Masken und Fliegenfransen im Einsatz
Physische Schutzbarrieren sind die zuverlässigste Methode gegen Bremsenstiche. Eine Fliegendecke bedeckt den Körperstamm und schützt besonders Bauch und Flanken, die Hauptangriffsflächen für Pferdebremsen. Bei der Auswahl einer Fliegendecke sind folgende Punkte entscheidend:
Engmaschiges, aber luftdurchlässiges Gewebe: Schutz und Thermokomfort müssen ausgewogen sein, damit das Pferd bei Hitze nicht überhitzt
Gute Abdeckung der Bauchpartie, idealerweise mit Bauchgurt und Beinabschluss
Heller Farbton oder Zebramuster: Studien belegen, dass Bremsen schwarz-weiß gestreifte und hell gemusterte Oberflächen meiden
Passgenauigkeit, damit die Decke bei Bewegung sitzt, ohne zu scheuern oder zu verrutschen
Im Sortiment von albenisa.de finden Sie Fliegendecken und umfassenden Fliegenschutz für Pferde, abgestimmt auf unterschiedliche Anforderungen von Freizeit- bis Turnierreiter.
Ergänzend schützt eine Fliegenmaske Augen, Ohren und Nasenbereich. Viele Pferde tolerieren die Maske gut, wenn sie schrittweise eingewöhnt wird. Fliegenfransen am Halfter erzeugen durch Bewegung einen zusätzlichen mechanischen Abwehreffekt im Gesichtsbereich und ergänzen die Maske beim Weidegang sinnvoll.

Weide- und Ausrittzeiten optimieren – einfach und effektiv
Durch gezielte Anpassung der Weidezeiten lässt sich der Kontakt mit Bremsen erheblich reduzieren:
Früh morgens (vor 9 Uhr) und abends (ab 18 Uhr) ist der Bremsendruck deutlich geringer als in der Mittagshitze
An Hitzetagen über 28 °C sollte das Pferd während der Mittagsstunden im schattigen Stall stehen
Windige Tage bieten natürliche Entlastung, denn Bremsen meiden Luftbewegung stark
Feucht-warme Lagen in Gewässernähe an Spitzentagen gezielt meiden oder durch Zaunführung einschränken
Bremsenstich beim Pferd behandeln – erste Maßnahmen
Wenn Ihr Pferd gestochen wurde, ist es sinnvoll, rasch zu handeln. Ein Bremsenstich ist keine Bagatelle, denn die aufgeschlitzte Wunde bietet Bakterien eine direkte Eintrittspforte – besonders auf vielbetretenen Weideflächen mit Verunreinigungen durch Kot.
Empfohlene Schritte nach einem Bremsenstich:
Betroffene Stelle mit sauberem, lauwarmem Wasser reinigen
Wundsekret vorsichtig mit einem sterilen Tupfer abnehmen, nicht reiben
Tragen Sie ein für Tiere geeignetes Mittel zur Wunddesinfektion auf (z. B. ein Produkt auf Chlorhexidin- oder Jodbasis).
Schwellung mit einem kühlen, feuchten Tuch 10 bis 15 Minuten kühlen
Beobachten: Breitet sich die Schwellung aus, bildet sich Eiter oder zeigt das Pferd Fieber oder Apathie, ist umgehend ein Tierarzt zu konsultieren
Pferde, die zur Selbstverletzung durch Scheuern an der Wundstelle neigen, profitieren von einer Wundsalbe mit leicht betäubender und wundheilungsfördernder Wirkung. Das verhindert das Wiederaufreißen und beschleunigt die Heilung der betroffenen Stelle deutlich.
Häufig gestellte Fragen zu Bremsen beim Pferd
Was hilft wirklich gegen Bremsenstiche?
Die zuverlässigste Strategie gegen Bremsen beim Pferd ist die Kombination aus physischem Schutz, zeitlicher Anpassung und gezieltem Repellent-Einsatz. Eine gut sitzende Fliegendecke in hellem Farbton oder mit Zebramuster reduziert Bremsenstiche auf dem Körperstamm erheblich. In Kombination mit einer Fliegenmaske für den Kopfbereich, angepassten Weidezeiten in den frühen Morgen- oder Abendstunden und einem für Tiere geeigneten Bremsenspray für unbedeckte Körperstellen ergibt sich ein umfassendes Schutzkonzept gegen Pferdebremsen. Wer nur auf eine Einzelmaßnahme setzt (nur Spray oder nur Bremsenfalle), erzielt deutlich schwächere Ergebnisse als mit einem kombinierten Ansatz.
Welcher Geruch vertreibt Bremsen?
Bremsen reagieren schwächer auf Geruchssignale als auf Wärme und CO₂. Dennoch zeigen einige Duftstoffe eine gewisse Abwehrwirkung: Lavendel, Pfefferminze, Citronella und Eukalyptus werden in vielen Bremsensprays für Pferde als Wirkstoffe eingesetzt. Diese Repellents bieten keine so verlässliche Schutzwirkung wie gegen Mücken, aber als Ergänzung zu physischen Schutzmaßnahmen sind sie sinnvoll und gut verträglich für das Pferd.
Wie behandle ich einen Bremsenstich beim Pferd?
Ein Bremsenstich beim Pferd sollte zügig gereinigt und desinfiziert werden, da die Wunde durch die scherenartige Wirkung der Bremsenmundwerkzeuge offen und anfällig für Bakterien ist. Reinigen Sie die betroffene Stelle mit klarem Wasser, tragen Sie ein tiergeeignetes Desinfektionsmittel auf und kühlen Sie die Schwellung für 10 bis 15 Minuten. Beobachten Sie das Pferd in den folgenden 24 bis 48 Stunden: Bleibt die Schwellung bestehen, bildet sich Eiter oder zeigt das Tier Fieber oder Apathie, ist tierärztliche Hilfe notwendig. Insbesondere auf Weiden mit hoher Bremsen-Population empfiehlt sich nach Bremsenstichen eine konsequente Wundversorgung, um bakterielle Infektionen zu verhindern.
Was kann man am besten gegen Bremsen auf der Weide unternehmen?
Auf Weideflächen mit starkem Bremsenaufkommen wirkt ein mehrgleisiges Vorgehen am zuverlässigsten. Erstens: Schutzausrüstung anlegen (Fliegendecke, Fliegenmaske und Beinschutz für das Pferd). Zweitens: Weidezeiten in die bremsenschwächeren Morgen- und Abendstunden verlegen. Drittens: Feuchte Bereiche nahe Teichen oder Gräben meiden oder durch Zaunführung eingrenzen, da dort Bremsenlarven heranwachsen und die Bremsen-Population sich aufbaut. Viertens: Bremsenfallen nur außerhalb geschützter Biotope einsetzen, da sie unselektiv wirken und auch Wildbienen und andere geschützte Insekten fangen. Die Förderung natürlicher Fressfeinde wie Schwalben oder Fledermäusen durch Nisthilfen am Stall ist eine langfristige und ökologisch sinnvolle Maßnahme zur Reduktion der Bremsen-Population.
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