Weitere Hufkrankheiten beim Pferd im Überblick
Nicht jedes Hufproblem in der Matschzeit ist Strahlfäule. Die Ursachen für Hufkrankheiten liegen meist im Management von Haltung, Fütterung sowie Hufpflege und Hufbearbeitung. Die folgende Tabelle zeigt, welche Erkrankungen häufiger vorkommen und wie sie sich unterscheiden.
Häufige Hufkrankheiten: Ursachen, Anzeichen und Vorgehen| Erkrankung | Typische Ursachen | Typische Anzeichen | Vorgehen |
|---|
| Strahlfäule | Feuchtigkeit, Ammoniak, Luftabschluss | Dunkler, weicher, riechender Strahl, vertiefte Furchen | Ausschneiden, trocken halten, Strahlpflegemittel |
| White Line Disease (Line Disease beim Pferd) | Anaerobe Keime, geschlossene Beschläge | Dunkle Verfärbungen in der Weißen Linie | Hygiene, wenig Wasserkontakt, Hufschmied |
| Hohle Wand | Zersetzung der Weißen Linie, falsche Hufbearbeitung, Steine | Instabiler Huf, Ablösung von Wand und Sohle | Hygiene, Hufformkorrektur |
| Hornspalt | Unphysiologische Hufmechanik | Risse vom Kronrand Richtung Tragrand | Hufform korrigieren lassen |
| Hufabszess | Eingetretene Steinchen, Strahlfäule | Lahmheit, Schonhaltung | Eröffnung durch Hufschmied oder Tierarzt |
| Huflederhautentzündung | Keime durch Fremdkörper oder Abszesse, Überlastung | Starke Lahmheit, Schonhaltung | Tierärztliche Behandlung |
| Hufrehe | Falsche Fütterung, Übergewicht, Stoffwechselprobleme | Lahmheit, Rehehaltung, warme Hufe | Sofort Tierarzt |
Verliert Ihr Pferd die Bewegungsfreude, wirkt apathisch oder träge, stolpert vermehrt oder zeigt eine Schonhaltung, sind das erste Anzeichen von Schmerzen oder Problemen am Huf. Nehmen Sie diese Verhaltensänderungen ernst und lassen Sie die Hufe von Hufschmied oder Tierarzt begutachten. Typische äußere Anzeichen sind Risse, Spalten, unangenehmer Geruch, schwarze Stellen, Formveränderungen, erhöhte Temperatur des Hufs oder Pulsation.
Eine Sonderrolle hat die akute Hufrehe: Sie kann schnell lebensbedrohlich werden und verlangt sofort tierärztliche Hilfe. Wer die Anzeichen früh erkennt und die Hufe täglich kontrolliert, gewinnt Zeit, denn frühes Handeln kann größere Schäden meist abwenden.
Fazit: Trockene Hufe, gesunde Haut und ein starkes Immunsystem
Die Matschzeit lässt sich nicht verhindern, ihre Folgen aber schon. Wer Feuchtigkeit minimiert, Hufe täglich trocken auskratzt, Strahl und Haut passend pflegt und das Pferd über Futter und Bewegung stärkt, kann Mauke und Strahlfäule gut vorbeugen. Bei Unsicherheit helfen wir bei Albenisa gern weiter: persönlich per Telefonhotline, im Live-Chat oder direkt im Albenisa Store in Kabelsketal. Eine Übersicht über Pflegeprodukte, Beinschutz und Stallzubehör finden Sie unter Beine und Huf sowie Stallartikel.
Häufige Fragen zu Matschzeit, Mauke und Strahlfäule
Welche 10 Pferdekrankheiten sind am häufigsten?
Eine verlässliche Rangliste der zehn häufigsten Pferdekrankheiten lässt sich nicht pauschal angeben, weil die Häufigkeit von Haltung, Region und Jahreszeit abhängt. Zu den oft auftretenden Erkrankungen zählen Koliken, Magengeschwüre, Husten und Hufrehe. In der Matschzeit kommen Mauke und Strahlfäule hinzu, die zu den häufigen Haut- und Hufproblemen gehören.
Was ist die häufigste Pferdekrankheit?
Welche Pferdekrankheit am häufigsten vorkommt, ist schwer zu bestimmen. Oft genannt werden Koliken, Magengeschwüre, Husten und Hufrehe. Bei den Hufkrankheiten gehört die Strahlfäule zu den häufigsten, weil Feuchtigkeit und Schmutz im Hufbereich die Hauptursache sind. In nassen Monaten steigt ihr Auftreten, ebenso das von Mauke.
Was füttern bei schlechten Hufen?
Bei schlechten Hufen sollten Sie zuerst über ein Blutbild klären, ob ein Nährstoffmangel vorliegt. Für den Aufbau gesunden Hufhorns sind Proteine, B-Vitamine, Biotin, Zink, Selen sowie die Aminosäuren Lysin und Methionin wichtig. Ein gutes Mineralfutter oder ein Ergänzungsfutter mit Biotin kann die Hufgesundheit unterstützen. Zu viel Zucker, Stärke oder Weidegras sowie abrupte Futterumstellungen sollten Sie vermeiden.
Was ist die gefährlichste Krankheit bei Pferden?
Zu den gefährlichsten Krankheiten bei Pferden zählt die akute Hufrehe, weil sie schnell lebensbedrohlich werden kann. Dabei entzündet sich die Huflederhaut und schwillt an, wodurch die Durchblutung im Huf gestört wird. Es gibt jedoch weitere schwere Erkrankungen. Bei Lahmheit, Rehehaltung oder warmen, pulsierenden Hufen rufen Sie umgehend Ihren Tierarzt.
Wie oft sollten Sie die Hufe in der Matschzeit pflegen und kontrollieren?
Reinigen und kontrollieren Sie die Hufe täglich, in der Matschzeit bei Bedarf ein- bis zweimal. Zusätzlich empfehlen Hersteller, die Hufe etwa zwei- bis dreimal pro Woche mit geeigneten Pflegemitteln zu behandeln. Die Hufbearbeitung durch Hufschmied oder Hufbearbeiter sollte alle sechs bis acht Wochen stattfinden. Gegen Strahlfäule hilft ein- bis zweimal wöchentlich ein Strahlspray.
Quellen