0 0

Reitsattel & Sattelzubehör

Schon seit Jahrtausenden werden Pferde vom Menschen als Reitpferde genutzt. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen an die Tiere haben sich verschiedene Reitstile entwickelt. So kennt man heute den englischen Reitstil mit den Bereichen Vielseitigkeit, Springen und Dressur, die spanische Reitweise (Hohe Schule) und das Westernreiten. Alle diese Reitweisen erfordern spezielles Reitzubehör (Reitbekleidung kaufen), wobei der Sattel der teuerste und wichtigste Teil der Ausstattung ist. Für das Pferd muss man ein Reitgebiss kaufen, das in Länge und Dicke genau auf das Pferdemaul abgestimmt ist.

Dressur Sattel

Der Dressursattel eignet sich vor allem für das Dressurreiten, da er den tiefen Sitz des Reiters unterstützt. Das bietet dem Reiter Bewegungsfreiheit für die nötigen Kreuz- und Gewichtshilfen. Für Geländeritte und das Springreiten ist er nicht geeignet, da der Reiter durch den speziellen Schnitt des Dressursattels weniger Halt findet. Deshalb ist er auch Anfängern nicht zu empfehlen. Da die Pauschen (Polsterung am vorderen Rand der Sattelblätter) einen gestreckten Sitz erzwingen, lassen sich die Steigbügel nicht kurz schnallen.

Springsattel

Der Springsattel ist das genaue Gegenteil des Dressursattels. Hier verhindern die kurzen Sattelblätter, dass der Reiter tief im Sattel sitzt. So kann der Reiter mit kurzen Bügeln sitzen, was ihm viel Halt gibt. Das ermöglicht dem Reiter, das Pferd beim Sprung zu entlasten. Große Polster vor und hinter dem Schenkel verhindern, dass der Reiter beim Sprung das Gleichgewicht verliert. Durch die andere Sitzhaltung im Springsattel werden Kreuz- und Gewichtshilfen für das Pferd erschwert.

Vielseitigkeitssattel

Der Vielseitigkeitssattel ist ein echtes Allroundtalent, denn er bietet einen Mittelweg zwischen Spring- und Dressursattel. Er verbindet die Vorteile dieser beiden Sattelarten und minimiert dabei deren Nachteile. Aufgrund seiner Pauschen und Sattelblätter erlaubt er einen relativ guten Dressur- und Entlastungssitz, sodass auch Sprünge möglich sind. Er ist vor allem für Anfänger und Reiter gedacht, die sich noch nicht auf eine spezielle Disziplin festlegen und vielseitig bleiben wollen. Der Mehraufwand für verschiedene Sättel kann so vermieden werden.

Fellsattel

Der Fellsattel bietet große Vorteile und hat viele Fans gefunden, die bereits dauerhaft mit diesem Sattel reiten. Da dieser Fellsattel über keinen Sattelbaum verfügt, muss er nicht vom Fachmann angepasst werden und liegt auf nahezu jedem Pferderücken. Der Fellsattel bietet dem Reiter mehr Bewegungsfreiheit als andere Sättel, was das Gleichgewichtsgefühl des Reiters fördert. Durch die Verbesserung des Sitzes können die Hilfen vom Pferd direkter empfunden werden, was die Kommunikation zwischen Reiter und Pferd dauerhaft stärkt. Viele Fellsattelreiter möchten auf die so gewonnene Nähe zum Pferd nicht mehr verzichten. Es gibt mittlerweile eine Vielfalt an Fellsätteln, sodass man für jeden Bereich eine passende Alternative zum Baumsattel hat.

Satteldecken

Die klassischen Satteldecken für Pferde sind der Form des Sattels nachempfunden. Sie haben zwei Schlaufen. Die eine Schlaufe hält die Decke am Sattel, die andere ist für die Durchführung des Sattelgurtes. Satteldecken sind die optimale Unterlage für den Sattel. Dabei gibt es für jede Sattelform (Springsattel, Dressur- und Vielseitigkeitssattel) eine spezielle Satteldecke.

Schabracken

Wer flexibler bleiben will, wählt statt der Satteldecke lieber eine Schabracke. Schabracken wirken eleganter und lassen sich für jede Sattelform verwenden. Sie sollen größer als der Sattel sein, denn nur so können Druck- und Scheuerstellen vermieden werden. Je dicker die Decke ist, desto fester liegt sie auf dem Pferderücken, ohne Falten zu werfen. Ein wichtiger Punkt für Satteldecken und Schabracken ist das Material, aus dem sie sind, wobei sich Baumwolle besonders auszeichnet. Denn sie ist pflegeleicht, atmungsaktiv und nimmt die Feuchtigkeit des Pferderückens gut auf.

Sattelgurte

Schlecht sitzende Sattelgurte erzeugen wunde Stellen beim Pferd, weshalb bei einem Gurt auf eine gute Druckverteilung auf Brustbein und Bauch geachtet werden muss.

Sattelunterlagen

Die wichtigste Aufgabe der Satteldecke ist der Schutz des Pferderückens. Deshalb sollte die Sattelunterlage von guter Qualität und Stärke sein. Zu dünneSattelunterlagen bieten dem Pferderücken nicht den erforderlichen Schutz. Dabei ist es egal, welche Sattelart später darauf liegt. Anatomisch korrekte Unterlagen erleichtern dem Pferd aber den Sprung und die spätere Landung.

Steigbügel

Der Steigbügel ist eine Fußstütze für den Reiter und eine Aufstiegshilfe zugleich. Man muss aber erst lernen, den Steigbügel (Steigbügeltritt) richtig zu benutzen. Ganz wichtig ist hierbei die richtige Länge der Steigbügel.

Steigbügelriemen

Der Steigbügelriemen ist die Verbindung von Sattel und Steigbügel. Er soll von guter Qualität sein, da ein gerissener Steigbügelriemen zu schweren Unfällen führen kann, wenn nach einem Sprung der Riemen reißt.